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Feuchtigkeit in der Konstruktion vermeiden

Warme, feuchte Innenluft kann in Wärmedämmungen zu Tauwasser und Schimmel führen – unsichtbare Gefahren für Bauwerk und Gesundheit. Intelligente Dampfbremsen arbeiten nach dem Prinzip der klimagesteuerten Membran.

pro clima CH GmbH
Basel, Schweiz

Die Wärmedämmung einer Gebäudehülle ist nicht nur Energielieferant, sondern auch Schutzschild – allerdings nur, wenn die Feuchtigkeit im Griff bleibt. Warme Innenraumluft enthält Wasser in gasförmiger Form. Dringt sie ungebremst in die kalte Konstruktion ein, kühlt sie ab, und der Wasserdampf kondensiert zu Flüssigkeit. Dieses Tauwasser kann Holz, Mauerwerk oder Dämmmaterial nachhaltig schädigen und sogar das Tragwerk gefährden.

Diffusion ist der natürliche, gewünschte Weg für Feuchtigkeit: Wasserdampf wandert durch das Material von innen nach außen im Winter und umgekehrt im Sommer. Dampfbremsen mit einem passenden sd-Wert regulieren diesen Fluss, lassen Rücktrocknung zu und verhindern, dass sich Feuchtigkeit staut. 

Konvektion hingegen ist der heimliche Saboteur: Luftströme durch kleinste Fugen transportieren enorme Mengen Wasser in die Dämmung, die dort als Tauwasser ausfallen. Eine 1 mm breite Fuge kann im Winter 800 g Feuchtigkeit pro Meter in die Konstruktion bringen – ein 1600-faches Mehr im Vergleich zur Diffusion durch eine intakte Dampfbremse.

Neben Konvektion können auch unerwartete Quellen Feuchtigkeit eintragen: über Bauteilflanken oder direkt aus Baustoffen. Selbst korrekt verputzte Wände oder frisch eingebautes Holz enthalten Wasser, das während der Trocknung in die Konstruktion wandert – bis zu mehreren Kilogramm pro Quadratmeter.

Die Konsequenz ist eindeutig: Feuchte kann auf vielfältige Weise in die Konstruktion eindringen. Übersteigt die Belastung das Trocknungspotenzial, drohen Bauschäden und Schimmelbildung. Intelligente Dampfbremsen bieten mehr Sicherheit als starre Dampfsperren, da sie Feuchtigkeit kontrolliert aus dem Bauteil herauslassen und die Trocknungsreserven erhöhen. Im Winter ist sie dicht gegen Feuchte, im Sommer wird die Molekularstruktur offener und ermöglicht eine sichere Austrocknung.

Nur wer die physikalischen Zusammenhänge berücksichtigt und auf diffusionsgerechte, luftdichte Konstruktionen setzt, kann dauerhaft gesunde, stabile Gebäude gewährleisten.

Mehr erfahren Sie hier: https://ch.proclima.com/fachwissen/bauschaeden-vermeiden

Ihre Kontaktperson

Axel Schmidt

Axel Schmidt

pro clima - Vertrieb Industrie - Export

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